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U.S. Shale-Blase: Wie die Strippenzieher selbst die Öl-Bosse täuschten!

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Chefredakteur des „CompanyMaker“, warnte ich bereits seit 2012/2013 in zahlreichen Berichten vor dem Platzen der Shale-Blase, insbesondere vor den Praktiken des seinerzeit hochgelobten Schiefergas-Giganten Chesapeake Energy.

Obwohl die Artikel schon fast drei Jahre alt sind, haben diese von ihrer Aktualität nicht das Geringste verloren. Schon damals warnten zahlreiche Experten vor dem Platzen der Blase. Doch niemand sollte die Party stören. Stattdessen inszenierte die Wallstreet einen beispiellosen Hype, um wertlose Shale-Assets, Schuldverschreibungen und Aktien zu Mondpreisen an Investoren aus der ganzen Welt weiterzuverkaufen.

Auszug aus dem CompanyMaker-Artikel „Schneeballsystem Fracking“ vom 21. März 2013:

„…Es gibt nur ein Problem mit sämtlichen Vorhersagen einer aufblühenden Energiesupermacht USA, welche die Welt mit ihrem Schieferöl- und Gas überschwemmt: Der Shale-Boom basiert auf einer Blase, einem Hype, der von den üblichen „Strippenziehern“ an der Wall Street konstruiert wurde. Tatsächlich kommt immer mehr zum Vorschein, dass es sich bei der „Shale-Revolution“ um ein vorsichtig aufgebautes Schneeballsystem handelt, konstruiert von denselben Wallstreet-Banken und Marktanalysten, von denen uns viele die Dot.Com-Blase im Jahr 2000 und die US-Immobilienblase von 2002 bis 2007 einbrockten.

Vernichtendes Urteil

Arthur Berman, ehemaliger Petroleum-Geologe, der seit Beginn des Booms Bohrlöcher der wichtigsten Shale-Gas-Regionen der USA auswertet, kommt in einem aktuellen Report zu einem vernichtenden Urteil. Seine Erkenntnisse deuten auf ein neues Schneeballsystem, das durchaus schon in den nächsten Monaten, bestenfalls in den nächsten zwei bis drei Jahren, in einer kolossalen Gas-Pleite münden könnte. Shale-Gas ist alles andere als die „Energierevolution“, die US-Konsumenten oder der Welt Gas für die nächsten 100 Jahre liefern wird, so wie es Präsident Obama hinausposaunte. Berman schrieb bereits in 2011, dass die meisten Wells nicht profitabel sind und für das Break-Even mindestens 8,00 Dollar/mcf benötigen. Es sei deshalb wahrscheinlich, dass einige Produzenten nicht in der Lage sein werden, ihre Bohr-Levels aus dem Cashflow, Joint-Ventures, Asset-Verkäufen oder Kapitalerhöhungen aufrecht zu erhalten. Was Berman und andere Experten ebenfalls feststellten ist die Tatsache, dass Schlüssel-Player aus der Gasindustrie und ihre Wallstreet-Banker die Mengen an förderbaren Reserven grobfahrlässig aufgeblasen – und somit auch die erwartete Versorgungsdauer verlängert haben. Basierend auf seinen Analysen der aktuellen Well-Daten aus den großen US-Shalegas-Regionen, kommt Berman zum Schluss, dass der exponentielle Rückgang der Produktionsmengen zu einer deutlich schnelleren Schrumpfung führen wird, als es gegenüber dem Markt aufgebauscht wurde.

Saat für eigenen Bankrott

Könnte das der Grund dafür sein, dass finanziell gefährdete US-Shalegas-Produzenten, beladen mit Milliarden von Dollar in potenziellen Liegenschaften, die in Zeiten der Höchstpreise gekauft wurden, verzweifelt versuchen, diese an naive ausländische Investoren abzustoßen? Die einfache Antwort liegt in den hohen anfänglichen Förderraten begründet. „Unglücklicherweise werden diese von Wells mit niedrigerer Lebensdauer und zusätzlichen Kosten in Verbindung mit Well-Rückstimulation ausgeglichen. Die wahren strukturellen Kosten der Shalegas-Produktion sind höher als es die aktuellen Preise erlauben und die Reserven pro Well sind ungefähr die Hälfte dessen, was von den Betreibern behauptet wird“, so Arthur Berman.
Hierin liegt die Erklärung, warum eine ausgereifte Ölindustrie in den Vereinigten Staaten im Vollgas-Modus produziert – und in einem Spiel mit hohen Einsätzen die Saat für ihren eigenen Bankrott gelegt hat: Sie liefern sich ein Wettrennen, um die zunehmend unprofitablen Shale-Assets loszuwerden, ehe die Blase endgültig platzt. Finanzielle Unterstützer aus der Wallstreet befinden sich mitten in diesem Schneeballsystem, mit Milliardeneinsätzen, so wie im jüngsten Immobilien-Verbriefungsbetrug.

 

Warum dieser Medienhype?

Man fragt sich, ob die absurden massenmedialen und gleichgeschalteten Theorien vom „neuen Saudi Amerika“, das bald zum „Nettoenergieexporteur“ werde, rein geopolitisch motiviert waren, oder ob es noch andere Gründe dafür gibt. Das Unternehmen, das stellvertretend für den Shale-Gas-Boom steht, ist der hochgelobte führende Player, Chesapeake Energy (CHK). Im August 2012 gab es weitverbreitete Gerüchte, wonach der zweitgrößte Gasproduzent der USA kurz vor der Pleite stünde. Ein solches Ereignis hätte der Welt signalisiert, dass die „Shale-Gas-Revolution“ wohl nur auf einem Hype, inszeniert von Wallstreet-Promotern beruht, die mit M&A (Fusionen und Übernahmen) und anderen Deals Milliarden verdienen wollen.

Chesapeake Energy gilt als Unternehmen, dessen komplexe Bilanzierungsmethoden es selbst für Analysten und Aktionäre unmöglich machen, exakt zu bestimmen, wo die Risiken liegen. Laut Bill Powers, von Powers Energy Investor, droht das Geschäftsmodell von Chesapeake zusammenzubrechen. „Wenn man die außerbilanziellen Verpflichtungen und bevorrechtigten Verbindlichkeiten zu den bestehenden Schulden von 11 Milliarden Dollar hinzuaddiert, kommt man auf satte 20 Milliarden Dollar an finanziellen Verpflichtungen“, so Powers. Angesichts der hohen Überschuldungen, wird CHK auf „Junk-Status“ geratet und wird es wohl auf absehbare Zeit bleiben. Powers schlussfolgert: „Zu sehen, dass sich der zweitgrößte Gaskonzern, genauso wie die rücksichtslosen Zerstörer von Shareholder-Kapital aus dem Gas-Business zurückziehen, ist ein starkes Anzeichen dafür, dass die heutige Gaspreis-Blase am Rande des Knalls steht. CHK hat mit dem Bohren von Shale-Wells noch kein Geld verdient – genauso wie die meisten Mitbewerber – und nun ist das dumme Geld zu Ende“.

Chesapeake galt lange Zeit als „Aushängeschild“ für den US-Gas-Boom. Zu den Anteilseignern zählen Hochfinanzkreise wie die einflussreichen US-Multimilliardäre Carl Icahn, T. Boone Pickens oder die Geldverwalter BlackRock, Vanguard und Bank of America.

 

Chesapeake Energy 3 Jahre

Chesapeake Energy 3 Jahre: Satte 93 Prozent Kursverlust vom Hoch!

 

 

 

Auszug aus dem Artikel: „US-Shale-Boom: Weshalb der Traum platzen wird“ vom 6. Dezember 2013 (Kurs von Chesapeake zu diesem Zeitpunkt 25,00 Dollar).

 

Hinter den Kulissen!

In der Regel geht derjenige als Sieger vom Platz, der seine Story am besten promotet. Und das waren in 2012 erneut die US-Ölunternehmen. Die Top-50-Betreiber investieren laut Ernst & Young im letzten Jahr die Rekordsumme von 186 Milliarden Dollar in die heimische Öl- und Gasproduktion. Das waren 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Zentrum der US-Öl- und Gasindustrie, Houston, Texas, wo sich Banken und Ölunternehmen die Skyline teilen, wurden die Milliarden-Dollar-Deals eingefädelt. Um internationales Kapital anzuziehen, beauftragten Investmentbanken wie Goldman Sachs, Barclays und Jefferies & Company ihre besten Verkäufer.

Die New York Times berichtete jüngst, wie diese Deals hinter den Kulissen eingefädelt wurden: So rief der damalige CEO des Gasriesen Chesapeake Energy, McClendon, seinen alten „Burschenschafts-Kumpel“, Ralph Eads, Vice Chairman von Jefferies, an und erklärte ihm, er habe hunderttausende Acre Land in den südlichen USA akquiriert. Er könne ihm nicht sagen wo genau, aber dass es eines der weltweit größten Gasfelder werden könnte. „Ich kann die Assets besorgen, du musst an das Geld kommen“, so der Deal. Gesagt getan. Mr. Eads reiste um die Welt und sammelte für das Gasprojekt von McClendon und andere Bohrprojekte von Chesapeake Finanzierungen über insgesamt 28 Milliarden Dollar ein.

Die New York Times fand heraus, wie diese Deals in der Praxis abliefen: Um im öffentlichen Mittelpunkt zu stehen, veranstaltete Eads regelmäßig Gala-Dinners und Charity-Events in Houston. So traf er auch auf Jim Flores, CEO von Plains Exploration, der ihn schließlich zur Entenjagd einlud. Nachdem McClendon bei Eads dringend um Geld bat, meldete sich dieser bei Jim Flores, um über eine Finanzierung des Haynesville-Projekts von Chesapeake zu sprechen. „Aubrey McClendon und ich haben es kalkuliert und es könnte das weltgrößte Gasfeld sein“, so Eads zu Mr. Flores, unter Erwähnung, dass frühe Resultate eines einzelnen Wells „noch nie dagewesene“ Gas-Flows zeigten.

Der Deal, der als „Cash und Carry“ bezeichnet wurde, galt als aggressiv und innovativ. Plains würde Chesapeake 1,70 Milliarden Dollar zahlen und dafür zu einem Drittel Eigentümer der Bohrrechte werden. Plains wurde im Gegenzug für eine Beteiligung an den künftigen Gewinnen zur Zahlung von weiteren 1,70 Milliarden Dollar verpflichtet, um die Hälfte der Bohrkosten zu decken. „Es wird ein großartiges Investment“, so Flores zur Verkündung des Deals im Juli 2008.

Von diesem Deal und weiteren, die von Chesapeake einfädelt wurden, profitierten Mr. Eads und Mr. McClendon und ihre Firmen weitaus mehr, als diejenigen, die die großen Schecks ausstellten. Denn Chesapeake gab durchschnittlich 7.100 Dollar pro Acre aus, während Plains umgerechnet 30.000 Dollar pro Acre zahlte. Allein das Brokerhaus Jefferies soll 23 Millionen Dollar an Provision aus dem Deal erhalten haben.

Selbst die CEOs der Ölmultis wurden getäuscht!

Das meiste Kapital, das Ralph Eads anlockte, kam von ausländischen Ölunternehmen wie Total und Cnooc. Eads erzählte den CEOs, dass die Amerikanische Schieferrevolution eine Möglichkeit sei, die sie sich einfach nicht entgehen lassen können. „Es ist wie das Empire State Building zu besitzen“, so eines seiner Lieblingsargumente. „Es lässt sich nicht wiederholen. Wenn du den Zug verpasst, verpasst du ihn eben“. Eads zeigte sich ehrfürchtig darüber, wie viel Geld die Chinesen zur Verfügung hatten. Ein großes chinesisches Ölunternehmen, dessen Name Eads nicht nennen wollte, soll während der Verhandlungen erwägt haben, 750 Milliarden Dollar von US-Bonds in das Nordamerikanische Energiebusiness umzuschichten. Letztendlich war Eads glücklich darüber, 3,4 Milliarden Dollar aus China für zwei Chesapeake-Deals zu sichern. Was Eads aus den Deals persönlich als Vergütung erhalten hat, wollte dieser nicht verraten. Man schätzt allerdings, dass seine Firma Jefferies seit 2007 mindestens 124 Millionen Dollar Provision von Chesapeake einsammelte.

Die entscheidende Klausel!

Als die US-Gaspreise fielen und immer weiter produziert wurde, forderten Großinvestoren wie der US-Milliardär T. Boone Pickens, unter wütendem Protest die sofortige Einstellung der Bohraktivitäten. Das Problem: Unter den Verträgen, die von den Wallstreet-Bankern ausgehandelt wurden, war es überhaupt nicht möglich, die Produktion zu drosseln. Denn das Land, das die Gas-Companies leasten, war in den meisten Fällen mit der Klausel „use it or loose it“ versehen. Die Unternehmen wurden gezwungen, binnen drei Jahren mit den Bohrungen zu starten und Landbesitzern Lizenzgebühren zu zahlen. Exco, Chesapeake und andere Firmen zahlten an die Eigentümer einen Bonus von bis zu 20.000 Dollar pro Acre. Selbst bei niedrigen Gaspreisen konnte man es sich deshalb nicht erlauben, die Lizenzen zu verlieren. Mit ihrer absurden Weise, Öl- und Gasunternehmen zu bewerten, trieb die Wallstreet die Industrie vor sich her. Analysten bewerteten die Driller anhand ihrer „Proven Reserves“, einer Schätzung der im Boden befindlichen Öl- und Gas-Reserven. Mit der Bohrung jedes weiteren Wells und der Schätzung der umliegenden Bohrziele erhöhen sich die Reserven. Dank der Analystenempfehlungen konnten so die US-Shale-Produzenten lange Zeit im Kurs zulegen, obwohl viele Unternehmen Quartal für Quartal Geld vernichteten und die Verschuldung immer höher wurde. Gleichzeitig stieg die US-Produktion immer weiter, womit Ende 2012 eine weltweite Medienkampagne unter der Führung der IEA lanciert werden konnte, die sensationswirksam die baldige Energieunabhängigkeit der USA ausrief.

Insider steigen aus!

Wie die New York Times berichtete, scheint McClendon in den guten Zeiten bei Chesapeake nicht schlecht verdient zu haben. Mit einer Milliarde Dollar Privatvermögen zählt dieser zu den 400 reichsten Amerikanern. Noch besser erging es Mr. Eads. Als „Top-Verkäufer“ nicht ungewöhnlich, sah dieser die Blase rechtzeitig platzen und verhalf einigen Early-Players zum rechtzeitigen Ausstieg. So wie dem Gründer von East Resources, der mit 7.500 Dollar von Freunden geliehenem Kapital startete, und seine Firma in 2010 für 4,7 Milliarden Dollar an Royal Dutch Shell verkaufte.

Shale-Boom: Böses Erwachen!

Wie das US-Magazin „Forbes“ jüngst berichtete, macht sich in der US-Ölindustrie Nervosität breit. Die das Bakken, Eagle Ford und andere Öl- und Gasfelder zu entwickeln, gaben die Top-50 Betreiber im letzten Jahr 186 Milliarden Dollar aus – 20 Prozent mehr als 2011. Eigentlich müsste man meinen, dass mit 20 Prozent höheren Investments, neuen Bohrtechnologien und besserem geologischen Verständnis auch die Öl- und Gasproduktion überproportional steigen müsste. Dennoch stieg die heimische Förderung laut Ernst & Young im letzten Jahr „nur“ um 13 Prozent. Es ist schlimm genug, wenn höhere Investitionen zu geringerem Wachstum führen. Es ist noch schlimmer, wenn dieses Wachstum noch nicht einmal Rendite bringt. Die Überproduktion von Erdgas und der Preiseinbruch in 2012 machten große Teile der Shale-Fields unprofitabel. In 2012 mussten die Top-50 Betreiber 26 Milliarden Dollar an Gas-Assets abschreiben. Mit anderen Worten: Gas-Reserven, die im Vorjahr noch 26 Milliarden Dollar wert waren, sind nun wertlos, da es zu teuer ist, diese zu bohren.

Wer zu spät kommt…

…den bestraft das Leben. Wer sich damals als einer der ersten Ländereien, etwa im Eagle Ford, Texas, sicherte, zahlte ein paar hundert Dollar pro Acre. Das gleiche Land wurde an Unternehmen wie BHP Billiton, Marathon Oil oder Statoil zu mehr als 20.000 Dollar pro Acre verkauft. Aufgrund der überteuerten Landpreise sind nun selbst die besten der Big-Shale-Oil-Plays relativ margenschwache Investments. Bernstein-Analyst Bob Brackett beschrieb die Herausforderung kürzlich: Das durchschnittliche Shale-Well produziert rund 600 Barrel (Öl und Gas-Äquivalent). Die Schrumpfungsrate dieser Wells beläuft sich auf etwa 40 Prozent. Die Bohrung eines durchschnittlichen Wells kostet rund 7 Millionen Dollar. Somit kosten 1.000 zusätzliche Barrel Öl pro Tag 11,7 Millionen Dollar. Wenn man also ein Shale-Feld mit einer Produktion von 100.000 Barrel pro Tag betreibt und eine Schrumpfung von 40 Prozent berücksichtigt, benötigt dieses eine Investition von jährlich 500 Millionen Dollar – nur um die bestehende Produktion aufrecht zu erhalten. Mehr als zwei Drittel der investierten Dollars (weit über 120 Milliarden Dollar pro Jahr) werden allein dafür benötigt, dass die Produktion nicht fällt.

Vieles deutet darauf hin, dass die Shale-Bubble bereits geplatzt ist. Letztes Jahr verkaufte Chesapeake eine Million Acres an Shell und Chevron und hoffte auf einen Preis von 6 Milliarden Dollar. Letztendlich musste sich das Unternehmen mit 3 Milliarden Dollar abfinden. Anfang dieses Jahres verkaufte Hess seine Eagle-Ford-Ländereien für 6.000 Dollar pro Acre. 18 Monate zuvor wurde ein Acre Land noch mit 24.000 Dollar gehandelt. Es sind massenweise Shale-Acres verfügbar, genug um über einen Zeitraum von mehreren hundert Jahren zu bohren. Aber wer soll das alles kaufen? Die Öl- und Gaspreise sind längst nicht hoch genug, um solche Investments zu rechtfertigen.

 

Fazit:

Inzwischen ist alles exakt so eingetroffen, wie in 2013 prognostiziert. Wie diese Milliarden-Deals seinerzeit hinter den Kulissen eingefädelt wurden, offenbart ein ausgeklügeltes System von Tarnung, Täuschung, Gier und Vetternwirtschaft. Lesen Sie in diesem Zusammenhang auch:

Wie die Wallstreet den Shale-Boom finanzierte!

Über die kommenden Quartale werden zahlreiche Produzenten unter ihrer Schuldenlast zusammenbrechen. Zu den Gläubigern zählen unter anderem Pensionsfonds, Publikumsfonds und Versicherungen. Also Institutionen, die nicht ihr eigenes Geld, sondern das der anderen Leute investiert haben. Auch die Banken sitzen noch auf erheblichen Kreditrisiken im Energiesektor. Angesichts der Tatsache, dass faktisch die gesamte U.S. Shale-Produktion zu den tiefen Preisen nicht tragfähig ist, sind die bislang gemeldeten Abschreibungen wohl erst die Spitze des Eisbergs. Als etwa Freeport in 2013 sein Öl- und Gas-Business akquirierte , einschließlich der Eagle-Ford und Haynesville Shale-Plays,  zahlte der Bergbauriese 20 Milliarden Dollar. Davon sind bereits 17 Milliarden Dollar verbrannt, und selbst der Rest dürfte heute keine 3 Milliarden Dollar mehr wert sein. Auch der Minengigant BHP Billiton meldete im Januar eine Abschreibung von 7,2 Milliarden Dollar auf seine Shale-Assets, die in 2011 für mehr als 20 Milliarden Dollar angeschafft wurden. Spätestens im April, wenn die Banken gezwungen sind, die Kreditlinien der Öl- und Gas-Unternehmen anzupassen, wird es endgültig zur Kapitulation im Shale-Sektor kommen.

 

Viele Grüße

Ihr Uli Pfauntsch

 

 

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Über den Autor

Chefredakteur CompanyMaker, Spezialgebiet Gold, Silber, Minenwerte, Öl & Gas, Wachstum.

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