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Öl – Warum der Boom-Zyklus noch nicht, aber bald startet!

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

seit Beginn des Ölzeitalters um das Jahr 1850, ist die Geschichte der Öl-Industrie von Boom & Bust Zyklen geprägt. Die Ölindustrie ist hoch zyklisch. Hintergrund ist die Kapital-Intensität im Business und die dazwischen liegende Zeitdauer von mehreren Jahren, um Ölprojekte in die Produktion zu bringen. Die einzelnen Stufen eines Boom & Bust Zyklus lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Stufe 1: Zum Tiefpunkt des Zyklus besteht eine Überversorgung im Markt mit niedrigen Preisen und mangelhaften Investments durch die Ölindustrie.
  • Stufe 2: Die Nachfrage beginnt damit, das Angebot zu übersteigen. Die Lagerbestände nehmen ab und die Ölpreise ziehen an.
  • Stufe 3: Steigende Ölpreise sorgen dafür, dass die Produzenten wieder Geld verdienen. Investments in neue Projekte werden wieder hochgefahren. Je höher die Ölpreise steigen und je länger sie hoch bleiben, desto mehr wird investiert. Neue Öl-Plays werden ökonomisch, der Kapitalmarkt öffnet sich und neue Unternehmen werden gegründet.
  • Stufe 4: Höhere Preise beginnen sich negativ auf die Ölnachfrage auszuwirken, gleichzeitig gehen neue Projekte in Produktion.
  • Stufe 5: Die Ölpreise kollabieren, die Ölindustrie kürzt Kapitalausgaben und der Finanzierungsmarkt friert ein. Der Zyklus ist komplett und kehrt zu Stufe 1 zurück.

Was wir in diesen Tagen erleben, ist einer der schlimmsten Bust-Zyklen in der Geschichte der Ölindustrie. Ich bin überzeugt, dass der nächste Boom-Zyklus in 2016/2017 startet und in den 2020er Jahren, wenn das Angebot knapp wird und sämtliche Ölvorräte aufgebraucht sind, seinen Höhepunkt erreicht haben wird. In dieser Phase werden Öl-Assets Bewertungen erreichen, die derzeit noch niemand für möglich hält. Wir werden astronomische Akquisitionen in der Ölindustrie erleben und Aktien von Ölunternehmen, die um mehrere tausend Prozent steigen werden.

Noch haben wir aber den Höhepunkt des Bust-Zyklus noch nicht erreicht. Der Bankrott von bislang 43 US-Ölunternehmen seit Beginn des letzten Jahres, ist noch nicht einmal die Spitze des Eisbergs. Über die kommenden 90 Tage wird sich die Lage in der Ölindustrie dramatisch zuspitzen. Was wir sehen werden, sind Abschreibungen auf Öl-Assets in Milliardenhöhe, eine Welle von Asset-Verkäufen zu Ramschpreisen und eine neue Pleitewelle ab April, wenn die Banken im Rahmen ihrer Kreditprüfung zahlreichen Shale-Produzenten den Stecker ziehen werden.
Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass wir in diesem Zeitfenster ein historisches Tief beim Öl sehen werden, das über die nächsten 20 Jahre Bestand haben wird, ehe die Welt dem fossilen Zeitalter den Rücken zukehrt.

 

Ölpreis – warum wir den Boden noch nicht, aber bald erreicht haben!

Die zuletzt veröffentlichten Öl-Lagerbestände in den USA kletterten um 7,8 Millionen Barrel auf einen neuen Rekordwert von 502,7 Millionen Barrel. Analysten hatten lediglich einen Anstieg um 4,8 Millionen Barrel erwartet. US-Öl WTI rutschte nach der Veröffentlichung kurz unter die Marke von 30,00 Dollar und drehte anschließend um rund 10 Prozent auf knapp 33 Dollar pro Barrel nach oben. Was war passiert? Der New Yorker Fed-Chef sprach in einem Interview davon, dass sich die „finanziellen Bedingungen verschärft hätten, seit die Fed die Zinsen im Dezember erhöht hat“. Er warnte zudem vor „ersthaften Konsequenzen“ einer zusätzlichen Dollar-Stärke für die US-Wirtschaft. Die Folge dieser Äußerungen war der stärkste Verlust im US-Dollar seit 7 Jahren. Die heftige Dollar-Abwertung löste eine Welle von Short-Eindeckungen im Öl-Terminmarkt aus.

Nichtsdestotrotz ändert sich kurzfristig nichts an der fundamentalen Lage im Ölmarkt. Solange die „Zombie“-Produzenten in den USA nicht am Boden liegen und die Produktion einstellen, werden die Lagerbestände weiter anschwellen.

Ich erwarte bis März, wenn die Wartungssaison der Raffinerien ihren Höhepunkt erreicht, anhaltenden Druck und Volatilität in den Ölpreisen. Goldman Sachs will den Ölpreis bei 20,00 Dollar sehen und auch Saudi Arabien wird kein Interesse daran haben, dass die High-Cost-Produzenten nochmals die Gelegenheit bekommen, sich bei 45,00 oder 50,00 Dollar zu hedgen, um so den Ölpreis nach oben zu deckeln. Darüber hinaus, wachsen die Gefahren im globalen Finanzsystem, insbesondere in der Euro-Zone. Warnsignale sind die Kursentwicklungen der europäischen Bankaktien wie Deutsche Bank, Banco Santander, UniCredit, Bankia, RBS oder Barclays.

Lesen Sie hierzu unbedingt: Finanzkrise wie in 2008/2009? Nein, noch viel schlimmer!
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Ihr Uli Pfauntsch

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Über den Autor

Chefredakteur CompanyMaker, Spezialgebiet Gold, Silber, Minenwerte, Öl & Gas, Wachstum.

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