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Öl-Spezialreport März: Warum bei 80,00$ pro Barrel noch nicht Schluss ist!

  • U.S. Rig Count auf tiefstem Stand seit 1860!
  • Goldman Sachs: Ölpreise über April deutlich tiefer!
  • Warum die Öl-Lagerbestände der wichtigste Preisfaktor sind!
  • Neues Ölpreis-Niveau der Industrie bei 70 Dollar/bbl!
  • Schlumberger: Bis 2020 dramatische Angebotsverknappung!
  • Öl-Strategie: Ungeahnte Gewinne im Öl-Boom-Zyklus!

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Öl WTI 6 Monate

Vom Ausverkaufstief am 11. Februar 2016 bei 26,10 Dollar pro Barrel, startete US-Öl WTI eine signifikante Aufholjagd und klettert mit aktuell 41,45 Dollar auf den höchsten Stand seit Anfang Dezember. Die Rallye basiert zum Teil auf einem schwächeren US-Dollar, jedoch überwiegend auf der Hoffnung, dass sich die Opec mit Russland und anderen Ölförderstaaten zu dem am 17. April geplanten Treffen auf eine Kürzung der Produktion einigen würden.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Produktionskürzung noch nicht einmal Gegenstand der Diskussionen. Bereits Ende Februar stellte der saudische Ölminister Ali Al-Naimi unmissverständlich klar: „Es macht keinen Sinn, unsere Zeit mit der Frage um Produktionskürzungen zu verschwenden. Das wird nicht passieren“.

Um was es geht, ist ein für den Ölmarkt mehr oder weniger bedeutungsloses Einfrieren der Produktion auf den Januar-Levels, eine Idee, die der Iran bereits als „lächerlich“ bezeichnete. Einige Marktteilnehmer gehen davon aus, dass der Beginn des Dialogs auf absehbare Zeit in einer Produktionskürzung resultieren könnte. Das klingt plausibel – aber es ist es sicherlich keine fundamentale Begründung für einen Preisanstieg um mehr als 50 Prozent in knapp über einem Monat.

Was die Ölpreise (WTI und Brent) in erster Linie beeinflusst, ist das Sentiment. Der Öl-Futures-Markt ist eines der größten Spielkasinos dieser Welt. Mit steigenden Preisen, sprangen massenweise Trendfolge-Algorithmen und andere Momentum-Trader auf den Zug auf, gleichzeitig kam es zu einer massiven Eindeckungswelle der Short-Spekulanten, die zuvor mit rekordhohen Positionen auf fallende Kurse setzten.

In der Woche zum 8. März erhöhten Spekulanten ihre Long-Position im WTI um knapp 39.509 auf 174.949 Kontrakte. Das entspricht dem stärksten Anstieg seit April 2015 und dem höchsten Niveau seit Oktober. Gleichzeitig reduzierten Short-Spekulanten ihre Position um 38.233 Kontrakte – es war der bislang stärkste Rückgang der Short-Positionen seit Erhebung der Daten der CFTC im Juni 2006.

Nichtsdestotrotz haben Preisschwankungen, die ausschließlich auf der Stimmungslage der Trader basieren, wenig Aussicht auf Nachhaltigkeit.

Spekulanten ignorieren rekordhohe Öl-Lagerbestände

In der letzten Woche stiegen die U.S. Öl-Lagerbestände mit 532,5 Millionen Barrel auf den höchsten Stand seit 1930. Die Korrelation zwischen Lagerhaltung und Ölpreis ist eisernes Gesetz. In der gesamten Historie des Ölmarktes war bislang jede nachhaltige Ölpreis-Rallye an den Abbau der Lagerbestände geknüpft. Selbstverständlich beeinflusst auch die weltweite Entwicklung zu Angebot und Nachfrage die Ölpreise, doch es war einzig und allein die U.S. Shale-Produktion, die die globale Überproduktion verursachte. Deshalb ist die Lage in den USA der wichtigste Preisfaktor für den weltweiten Ölmarkt.

Öltank-Farmen in Cushing, Oklahoma und der U.S. Golfküste stehen für fast 70 Prozent der gesamten US-Lagerhaltung und sind entscheidend für die Preisbildung der U.S. Ölsorte WTI.

Sobald die Lager mit mehr als 80 Prozent gefüllt sind, fallen die Ölpreise gewöhnlich stark. Die Öllagerbestände sind deshalb gestiegen, weil es günstiger ist, Öl zu Kosten von monatlich circa 65 Cent pro Barrel in Tanks einzulagern, als mit Verlust zu den niedrigen Spot-Preisen zu verkaufen.

Cushing, Oklahoma ist das weltgrößte Öllager und der Knoten- und Preispunkt für West Texas Intermediate Rohöl-Future-Kontrakte. Das wöchentliche Volumen in WTI-Kontrakten beläuft sich auf mehr als 3 Millionen Kontrakte – nahezu das Dreifache des Volumens von Brent-Kontrakten. Jeder Kontrakt entspricht 1.000 Barrel Öl.

Cushing, Oklahoma

Knotenpunkt Cushing, Oklahoma. Quelle: IEA

Was den Aufbau der Lagerhaltung begünstigt, ist die begrenzte Raffinerie-Kapazität für Leichtöl aus den Shale-Regionen. Seit dem Einbruch der Ölpreise in 2014, macht es mehr Sinn, Öl per Termin zu höheren Preisen weiterzuverkaufen und stattdessen die günstigeren Lagerkosten zu bezahlen. Deshalb kommt es bei nur wenigen WTI-Kontrakten zu einer unmittelbaren physischen Lieferung von Öl.

Zuletzt erhöhten sich die Lagerbestände in Cushing auf 67,5 Millionen Barrel und nähern sich damit der Gesamtkapazität von circa 73 Millionen Barrel. Inzwischen ist die Kapazität von Cushing zu 92 Prozent ausgelastet und die der Golfküste zu 87 Prozent.

Das bedeutet: Damit die Ölpreise substanziell steigen können, müssen die Lagerbestände in Cushing sinken. Voraussetzung dafür ist, dass die Produktion aus den Shale-Regionen wie dem Bakken und aus Kanada, die via Pipelines angeliefert wird, zurückgeht.

Hohe Treibstoff-Nachfrage, sinkende Produktion

In den vier Wochen zum 4. März 2016, erhöhte sich Benzin- und Diesel-Nachfrage in den USA zum sechsten Mal in Folge auf 9,33 Millionen Barrel pro Tag, dem bislang höchsten Stand seit Erhebung der Daten der EIA in 1991.

Raffinerien verarbeiteten in den vier Wochen zum 4. März 16,2 Millionen Barrel Öl – ebenfalls saisonaler Rekordwert.

Gleichzeitig geht die EIA in ihrem Short-Term Energy Outlook vom 8. März davon aus, dass die U.S. Ölproduktion bis nächstes Jahr auf 8,19 Millionen Barrel pro Tag schrumpfen wird, dem niedrigsten Niveau seit 2013. Aktuell nähert sich die U.S. Ölproduktion der Schwelle von 9 Millionen Barrel pro Tag – rund 600.000 Barrel unter dem Rekordstand von April 2015. Die U.S. Energiebehörde erwartet nun für dieses Jahr eine Beschleunigung des Produktionsrückgangs um weitere 700.000 Barrel pro Tag.

U.S Rig Count auf Allzeittief

Oil Rig Count

Die Anzahl der aktiven Öl- und Gasbohrtürme in den USA, fiel zuletzt um neun auf ein neues Allzeit-Tief von 480 Bohrtürmen. Zum Vergleich: Zum Hochpunkt des Shale-Booms in 2014, lag die Anzahl der Bohrtürme bei 1.931. Laut Baker Hughes waren per letzten Freitag noch 386 aktive Ölbohrtürme und 94 Gas-Bohrtürme in Betrieb. Das ist der niedrigste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen in 1948. Der Leiter des Rohstoff-Researchs der Stand Chartered Bank sagte, dass man bis ins Jahr 1860 zurückgehen müsse, um ein noch niedriges Level an Bohraktivität zu finden. Damals, in 1859 startete in Pennsylvania der weltweit erste Öl-Boom, vergleichbar mit dem Goldrausch in Kalifornien (1848 – 1855).

Der stärkste Einbruch der Bohraktivität seit 1860 zeigt, wie schwer es die US-Ölindustrie getroffen hat. Allein in Houston, Texas, Heimat von mehr als 5.000 Unternehmen aus dem Energiesektor, wurden im letzten Jahr rund 50.000 Arbeiter gefeuert und rund 21.000 Entlassungen wurden für dieses Jahr angekündigt. Jeder Bohrturm beschäftigt ungefähr 100 Arbeiter. Wenn man die Anzahl der stillgelegten Bohrtürme mit der Zahl 100 multipliziert, bekommt man einen guten Eindruck, wie viele direkte Jobs Öl-Jobs in den USA bereits weggefallen sind.

Goldman Sachs: „Ölpreis über April deutlich niedriger“

„Begrenzte Speicher und eine noch immer große Überversorgung in den kommenden Monaten, werden die Preise weiterhin in einer trendlosen und Volatilen Spanne belassen“, schreibt Goldman Sachs in einem Report vom 11. März. Die Bank sieht die Ölpreise in einer Spanne zwischen 25 Dollar und 45 Dollar im zweiten Quartal, verglichen mit einer Spanne zwischen 20 Dollar und 40 Dollar für die ersten drei Monate. Goldman erwartet ein steigendes US-Angebot über den April, was die Ölpreise in den kommenden Wochen möglicherweise „deutlich tiefer“ schickt. Für 2017 reduzierte die Bank ihren Ausblick von 60 Dollar auf 57 Dollar pro Barrel.

Viele Analysten sind der Meinung, dass die U.S. Shale-Industrie auf weiter steigende Preise sehr schnell mit einem „Revival“ antworten würde. „Eine frühe Preisrallye, bevor sich ein Defizit materialisiert, würde sich als selbstzerstörerisch erweisen“, wird Goldman Sachs in einem Bloomberg-Bericht vom 14. März zitiert. Eine Erholung „könnte den U.S. Produzenten ein Rettungsseil zuwerfen“, und damit „den Rückgang der Ölproduktion begrenzen“, meint auch Giovanni Staunovo, Analyst der UBS in Zürich.

Neun von Bloomberg befragte Analysten sind der Ansicht, dass die Ölpreise dieses Jahr an der Marke von 50 Dollar scheitern werden, da jede weitere Preiserholung nur die Produktionskürzungen verzögern würden, die erforderlich sind, um den Markt ins Gleichgewicht zu bringen.

IEA sieht „Licht am Ende des Tunnels“

Auf der globalen Nachfrageseite erwartet die Internationale Energieagentur weiterhin ein robustes Wachstum von 1,2 Millionen Barrel pro Tag in 2016. Was die Angebotsseite betrifft, schätzt die IEA die globale Überversorgung im ersten Quartal auf circa 1,9 Millionen Barrel pro Tag im ersten Quartal. Für das zweite Quartal soll sich diese Zahl auf 1,5 Millionen Barrel reduzieren. Sehr viel besser sieht es für die zweite Jahreshälfte aus: Im dritten und vierten Quartal soll die Überversorgung auf nur noch 0,2 Millionen Barrel pro Tag zurückgehen, was einem nahezu ausgeglichenen Markt entspricht.

Mit Blick auf die zweite Jahreshälfte sieht die IEA „Licht am Ende eines langen, schwarzen Tunnels“, ist sich aber noch im Unklaren, ob der Ölmarkt in 2017 die lang ersehnte Bereinigung erreichen wird.

Neues Ölpreis-Niveau der Industrie: 70$ pro Barrel!

Ist den Augen (der von mir sehr geschätzten) Analysten von Sanford C Bernstein, die im nächsten Jahr 70 Dollar pro Barrel erwarten, ist das Argument, wonach 50 Dollar pro Barrel den Ölpreis nach oben deckeln, ein Trugschluss. Denn die Industrie, die im letzten Jahr trotz massiver Kosteneinsparungen 3,00 Dollar pro produziertes Barrel Öl verloren hat, könne bei derzeitigen Preis-Levels nicht profitabel sein. „Mittelfristig müsse der Ölpreis nach oben gehen, um den Markt auszugleichen, und das könnte sehr viel schneller sein, als die meisten Leute denken“, so die New Yorker Analysten in ihrem Report.

Der CEO des Logistik-Giganten Maersk, Nils Smedegarrd Andersen, ist der Auffassung, dass selbst der durchschnittliche Ölpreis von 54 Dollar in 2015 zu niedrig für die Industrie sei, um genug zu produzieren, damit die globale Ölnachfrage befriedigt werden könne.

Keith Hill, CEO von Africa Oil, sagte bereits Anfang des letzten Jahres, dass er das neue Ölpreisniveau der Saudis bei 70 Dollar pro Barrel erwartet. Dieser Ölpreis steht sowohl im Einklang mit dem erwarteten Kursziel der Analysten von Sanford C Bernstein, als auch den Aussagen der Vertreter der führenden U.S. Shale-Produzenten.

„Märchen“ um Break-Even-Preise aus den USA

Über die letzten Monate wurden über US-Medien diverse Berichte verbreitet, wonach die U.S. Shale-Industrie immer effizienter werde und teilweise bereits bei Ölpreisen von 30 Dollar profitabel sei. Diese Behauptungen widersprechen den eigenen Aussagen der Ölindustrie klar und deutlich. Das Problem ist, dass die Produzenten im Bakken nicht den WTI-Preis bekommen, der am Knotenpunkt in Cushing bezahlt wird. Im Februar fiel der Preis für North Dakota Sweet Crude auf durchschnittlich 18,07 Dollar pro Barrel – fast 13 Dollar pro Barrel unter dem durchschnittlichen WTI-Spot-Preis.

Gerbert Schoonman, Vizepräsident der Bakken Operationen von Hess Corp., sagte der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswire, dass sein Unternehmen derzeit nur zwei Bohrtürme betreibt und „erst einen ziemlich deutlichen Preisanstieg sehen müsse“, um über die Hinzufügung weiterer Bohrtürme nachzudenken.

Lynn Helms, Direktor der North Dakota Energiebehörde sagte Reportern, dass neue Wells im Bakken Shale WTI-Preise von über 60 Dollar für mindestens drei Monate erfordern und dass es bis zu 12 Monate dauern kann, um das Kapital zu beschaffen, das gebraucht wird, um die Bohrungen zu steigern.

Während die Bohraktivitäten auf ein Minimum begrenzt bleiben, würden Betreiber bereits gebohrte Wells bei WTI-Preisen oberhalb von 50 Dollar pro Barrel fertigstellen, so Helms.

Ende Februar 2016, zur wichtigsten Konferenz des Jahres der Ölindustrie in Houston, sagte David Hager, CEO von Devon Energy, dass erst bei 55 Dollar bis 60 Dollar der „Großteil“ von U.S. Shale Feldern wirtschaftlich tragfähig sei. Andere legen die Messlatte noch höher. Scott Sheffield, CEO von Pioneer Natural Resources, meinte, dass Öl auf 60 Dollar bis 70 Dollar steigen müsse, um die U.S. Shale-Produktion zu steigern.

Die norwegische Statoil, die in 2011 den Shale-Pionier Brigham für 4,4 Milliarden Dollar übernommen hatte, zielt darauf ab, den Break-Even-Preis für ihre Shale-Projekte von 90 Dollar pro Barrel in 2014 auf 50 Dollar bis 2018 zu reduzieren.

Kurz zusammengefasst: Selbst bei den besten und effizientesten Shale-Produzenten in den USA ist nirgendwo die Rede von Break-Even-Preisen von 30 Dollar oder 40 Dollar, sondern eher von 55 Dollar, 60 Dollar oder 70 Dollar. Und diese Aussagen der Öl-Manager sind erfahrungsgemäß sehr optimistisch. Aufgrund der Tatsache, dass die Öl-Produzenten im Bakken/North Dakota selbst bei den aktuellen Wellhead-Preisen von circa 30 Dollar/bbl zwischen 11 Dollar und 38 Dollar pro produziertes Barrel Öl verlieren, ist die Diskussion um die Break-Even-Preise relativ bedeutungslos.

Schlumberger Break-Even

Abb: Schlumberger-Präsentation März 2015 – Tight Oil + Tiefsee als teuerste Produktionsquellen.

 

 

Schlumberger: Dramatische Verknappung unausweichlich!

Kein Unternehmen kennt die Entwicklungen im globalen Ölmarkt besser als der weltgrößte Öl-Servicedienstleister Schlumberger. Zur jährlichen Credit Suisse Energy Summit, die am 23. Februar 2016 in Vail, Colorado stattfand, präsentierte Patrick Schorn, President Operations, höchst aufschlussreiche Einblicke des Ölservice-Giganten:

In 2015 sorgte der dramatische Ölpreisverfall auf weltweiter Basis für eine radikale Kürzung der Upstream-Investments (Produktion & Exploration) von 24 Prozent. Bislang publizierte Prognosen gingen von einer weiteren Kürzung von 14 Prozent in 2016 aus. Doch die Situation verschlechtert sich rapide. Auf Basis der jüngsten Daten, dürften die Ausgaben auf globaler Ebene um weitere 19 Prozent und bis zu 33 Prozent in Nordamerika fallen. Aufgrund der Überproduktion infolge der iranischen Produktion und rekordhohen Lagerbeständen erwartet Schlumberger, dass die Ölpreise mindestens für die erste Jahreshälfte niedrig bleiben.

Wie sich der Effekt der massiven Kapitalkürzungen auswirkt, zeigt Schlumberger in folgender Graphik:

Schlumberger Ölproduktion

Man hat fast 60 neue Öl-Projektentwicklungen analysiert, die seit 2015 verschoben oder gecancelt wurden und schätzt, dass dies zu einem Verlust von mehr als 3 Millionen bbl/d bis 2020 und bis zu 6 Millionen bbl/d bis 2022 führt, sollten sich noch mehr Verzögerungen in Stilllegungen verwandeln. Gleichzeitig erwarten nur wenige Kunden von Schlumberger, dieses Jahr finale Investment-Entscheidungen zu treffen, mit einer Investment-Lücke, die das zukünftige Angebot kurz- bis mittelfristig beeinträchtigt.

Weiterhin heißt es in der Präsentation von Schlumberger: „Innerhalb der Opec, haben die hohen Produktionslevels das gesamte Opec-Angebot auf mehr als 32.5 Millionen bbl/d getrieben, schlicht und einfach durch die Senkung der freien Kapazität von vier auf drei Millionen bbl/d. Saudi Arabien steht für zwei der drei Millionen Barrel, wobei der der Rest hauptsächlich im Iran liegt. Gleichzeitig entspricht der Rückgang der freien Kapazität nahezu dem Anstieg der Lagerbestände, was darauf hindeutet, dass die Fundamentals von Angebot und Nachfrage halbwegs ausgewogen sind. Ebenfalls berücksichtigt werden muss beim Erreichen der jährlichen Ersetzung von 8 bis 10 Millionen Barrel pro Tag neben dem natürlichen Rückgang der Produktion auch die verzögerte Produktionskapazität. Die jüngsten Prognosen zeigen an, dass die Nicht-Opec-Produktion zwischen 500.000 und 700.000 bbl/d in 2016 zurückgehen wird, mit den Januar-Daten, die bereits anzeigen, dass die Opec-Produktion unzureichend ist, um die niedriger Nicht-Opec-Performance auszugleichen. Bislang ist die Nicht-Opec-Produktion im Januar 2016 nahezu unverändert mit der von Januar 2015“.

Die Schlussfolgerung von Schlumberger: „Diese Analyse, zusammen mit dem unbekannten Reservoir-Effekt, der sich daraus ergibt, die Produktions-Zapfhähne weit geöffnet zu lassen, führt uns zum Glauben, dass die Fundamentals solide sind und dass die Verknappung im Markt unausweichlich ist, auch wenn das Timing schwer zu bestimmen ist“.

Strategie für traumhafte Gewinne bis zu 10.000 Prozent!

Was wir im Ölmarkt sehen, ist eine robuste globale Nachfrage und ein zurückgehendes Angebot außerhalb der Opec. Der Boden im Öl ist erreicht – neue Tiefs unterhalb von 26,00 Dollar sind nahezu ausgeschlossen. Wie Schlumberger veranschaulicht, werden dem Markt bis 2020 allein aus der Verzögerung und Stilllegung von Ölprojekten mehr als 3 Millionen Barrel pro Tag verloren gehen. Dabei ist der Rückgang der U.S. Shale-Produktion noch nicht einmal berücksichtigt. Die unausweichliche Angebotsverknappung über die kommenden Jahre wird nicht nur in etwas höheren, sondern sehr viel höheren Ölpreisen resultieren. Scheitert die Ölindustrie an der rechtzeitigen Ersetzung ihrer produzierten Reserven (und sie wird scheitern), wird der Ölpreis nicht erst bei 70 Dollar oder 80 Dollar Halt machen, sondern könnte auf weit über 100 Dollar steigen.

Für das CompanyMaker Öl-Depot, das nach dem Verkauf der Öl-Long-Zertifikate auf Brent und WTI derzeit 100% in Cash hält, gilt Folgendes: Da wir uns in einem „vorausschauenden“ Markt bewegen, in dem künftige Entwicklungen möglicherweise schon weit vorher vorweg genommen werden können, ist ein mehrstufiger Aufbau von Long-Positionen innerhalb einer bestimmten Range geplant. Aufgrund der Tatsache, dass die Bereinigung des Ölmarktes zunehmend an Dynamik gewinnt, wird das Zeitfenster für den Aufbau, beziehungsweise Rückkauf von Long-Positionen nicht mehr allzu lange offen bleiben.

Spätestens ab der zweiten Jahreshälfte dürfte es zunehmend weniger Sinn machen zu versuchen, die Ölpreis-Schwankungen kurzfristig zu traden. Im Hinblick auf die zu erwartende Verknappung im Ölmarkt, wird es entscheidend sein, den Öl-Bullen mit den dafür passenden Instrumenten so lange zu reiten, bis das (erste) Ölpreis-Level der Industrie von mindestens 70 Dollar pro Barrel erreicht ist.

Die zukünftigen Gewinner aus dem Ölsektor sind an Low Cost Onshore-Projekten beteiligt, die sich durch niedrige Break-Even-Kosten, hohes Projektinventar, geringe Decline-Rates, verlässliche und langfristige Produktion, Upside-Potenzial aus der Exploration und sauberen Bilanzen mit keiner oder geringer Nettoverschuldung auszeichnen. Noch befinden wir uns im Endstadium der finalen Kapitulationsphase.

Doch niemand sollte die Gewinne unterschätzen, die im kommenden Öl-Boom-Zyklus zu erwarten sind. Während vergangener Boom-Phasen fanden sich im Öl-Junior-Universum Werte, die sich in der Spitze im Kurs mehr als ver100-fachten. Kein anderer Sektor bietet derartige Profit-Chancen. Und ich bin fest davon überzeugt, dass uns auch diesmal Gelegenheiten erwarten, wie es sie im Leben vielleicht nur einmal gibt.

Aus einem einfachen Grund: Aktuell sind die Lager zwar noch voll und die Produktion geht nur langsam zurück – doch in absehbarer Zeit wird das Pendel in die andere Richtung ausschlagen. Was wir derzeit sehen, sind noch die Spätfolgen des Ölpreis-Niveaus von 100 Dollar. Zahlreiche der damals finanzierten Projekte wurden oder werden noch dieses Jahr in Produktion gebracht. Laut neuesten Daten von Rystad Energy, werden bestehende Felder in diesem Jahr 3,3 Millionen Barrel pro Tag verlieren, während 3 Millionen Barrel aus neuen Projekten, die ans Netz gehen, hinzugefügt werden. Schon im nächsten Jahr wird die Schrumpfung der existierenden Felder die neuen Produktionsquellen um rund 1,2 Millionen Barrel pro Tag übersteigen, ehe sich die Differenz in 2018/2019 dramatisch ausweitet. Die globale Ölnachfrage, für die für dieses Jahr ein Anstieg um 1 Million Barrel pro Tag erwartet wird, ist noch nicht einmal berücksichtigt.

Ziel ist es, im Börsendienst CompanyMaker.de die Gewinner des zukünftigen Ölmarkt-Szenarios zu identifizieren. Neben den aktuellen CompanyMaker-Werten befinden sich auf meiner internen Watchlist weitere, hochspannende Kandidaten aus dem Öl-Junior-Universum, die ich Ihnen präsentieren werde, sobald sich entscheidende Weichenstellungen abzeichnen, die das Risiko so weit als möglich reduzieren.

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Viele Grüße

Ihr Uli Pfauntsch

Chefredakteur www.companymaker.de / www.investman.de

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Über den Autor

Chefredakteur CompanyMaker, Spezialgebiet Gold, Silber, Minenwerte, Öl & Gas, Wachstum.

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