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Insider-Infos zum Uran: Klartext zu den Kommentaren von Analyst Rob Chang!

Die Kommentare von Rob Chang, Analyst von Cantor Fitzgerald zum Uransektor, stoßen in der Finanz-Community noch immer auf hohes Interesse. Dabei muss man wissen, dass Chang in der Vergangenheit häufig daneben lag, indem er den Turnaround im Uransektor verfrüht verkündete, zuletzt im März 2017. Nachdem auch die jüngste Rally von Dezember 2016 bis Februar 2017 vollständig verpuffte, wurde Chang vom Bullen zum Bären und betonte seither mehrfach, dass im Uran auf absehbare Zeit keine großen Gewinne zu erwarten wären.

Insofern dürfte die Nachricht über die Stilllegung der weltgrößten Uranmine durch Cameco für Chang eher unbequem gewesen sein, da dieser Gefahr laufen könnte, mit einem weiteren Meinungsschwenk wohl endgültig seine Glaubwürdigkeit als Uran-Analyst zu verlieren.

Chang musste die überraschende Nachricht zwangsläufig als positiv für den Uranmarkt kommentieren, betonte allerdings, dass der Wandel aus drei wesentlichen Gründen „langsam“ verlaufen werde.

In diesem Zusammenhang hat uns das Management von Uranium Energy (UEC) exklusiv seine eigene Interpretation zu den Aussagen von Rob Chang bereitgestellt:

Chang folgerte, dass diese „wesentliche Produktionskürzung“ die geschätzte Uranproduktion für 2018 um rund 9% sinken lässt, was circa 13,7 Millionen Pfund entspricht.

UEC: Was die Zahlen für McArthur betrifft, ist der Grund für die Diskrepanz, ob man mit der Reduktion von der bereits reduzierten Produktion für 2017 von 16 Millionen Pfund oder ihrer neu lizenzierten Kapazität von 21 Millionen Pfund kalkuliert. Eine Reihe von Analysten sagte voraus, dass die größere Zahl der Plan von Cameco war. Dies resultiert in einer Spanne zwischen 13,5 und 17,00 Millionen Pfund. Ein Volumen von 15-16 Millionen Pfund ist eine gute, konservative Zahl.

Fügen wir die Kürzung durch Areva-Somair von 1,1 Millionen Pfund hinzu (=16,6 Millionen Pfund), entspricht die prognostizierte Produktionskürzung für 2018 (161 Millionen Pfund – 16,6 Millionen Pfund = 144,4 Millionen Pfund), circa 10,3% der ursprünglich erwarteten globalen Produktion in 2018.

Was den gesamten Effekt, den dies auf den Markt haben könnte, betrifft, folgert Chang: „Wir erwarten Stärke in den Uranpreisen und Aktien auf dem Rücken dieser News. Dies ist die Art von Angebotsschock, der die Stärke im U308 Spotpreis ankurbeln wird, da ein erheblicher Teil der erwarteten Produktion für 2018 entfällt“.

UEC: Tatsächlich wurde die Überversorgung in 2018 auf 16,9 Millionen Pfund (UXC Q3 UMO) projiziert, einschließlich sämtlicher Quellen von Uran-Angebot (Produktion, Anreicherungs-Unterdeckung, DOE, kommerziellen Verkäufen von Lagerbeständen, etc.). Die jüngsten Veröffentlichungen (16,6 Millionen Pfund Produktionskürzungen) werden den Markt mehr oder weniger ins Gleichgewicht für das Jahr bringen. Und es ist wahrscheinlich, dass noch weitere Produktionskürzungen kommen, da die bisherigen Verträge, welche die Produktion unterstützten, aus den Portfolios der Produzenten auslaufen. Sollten sich die Preise nicht deutlich erholen, wird Cameco die Stilllegung vermutlich so lange erweitern, bis die Preissteigerung hoch genug ist, um eine Wiederaufnahme des Betriebs zu rechtfertigen.

Eine weitere, sehr positive Entwicklung, die nicht von Chang erwähnt wurde, ist die jüngste Entscheidung Frankreichs, Pläne zur Reduzierung ihrer Nuklear-Kapazität von 75% auf 50% bis 2025 über Bord zu werfen. Die Franzosen haben erkannt, dass diese Maßnahme ihrer Wirtschaft großen Schaden zugefügt hätte und schlicht und ergreifend nicht realistisch ist. Was den Einfluss auf den Uranmarkt betrifft, wird dies rund 80 Millionen Pfund Urannachfrage zurück in den Markt bringen, um ihre Reaktoren in der Zeit von 2025 bis 2035 mit Treibstoff zu versorgen. Versorger werden typischerweise ihren Treibstoff 2-3 Jahre vor dem eigentlichen Bedarf einkaufen.

Der Analyst rechtfertigte seine Statements, verwies aber dennoch darauf, dass die Veränderung um Wirkung zu zeigen, im Wesentlichen aus drei Gründen langsam sein könnte:

  1. Der Markt ist „weniger effizient“ aufgrund der begrenzten Anzahl bestehender, qualifizierter Käufer von Uran heute, schrieb Chang.

UEC: Sind uns nicht sicher über die Schlussfolgerung, da sich die Volumen am Spotmarkt seit 2008 üblicherweise bei mindestens 40-55 Millionen Pfund pro Jahr bewegten. In den letzten beiden Jahren lag das Spot-Volumen bei rund 50 Millionen Pfund. Während es in der Vergangenheit zu etwas Konsolidierung unter den Versorgern kam, gab es zuletzt nichts, das den Markt aus unserer Sicht weniger effizient gemacht haben sollte. Abgesehen von den Versorgern, zogen sich Deutsche Bank und Goldman Sachs wegen behördlichem Druck der USA aus dem Markt zurück, doch MacQuarie Bank Ltd. Wallich & Matthes Commodities sind hingegen neuere Teilnehmer.

  1. Versorger stehen nicht unter Druck, um bald Uran zu kaufen, so der Analyst. Sie „haben über Spot-Käufe oder Short-Kontrakte angehäuft, was einst große Verknappungen waren, womit die verbleibende ungedeckte Uran-Nachfrage für 2018 und 2019 bei unter 10% liegt.

UEC: Laut jüngstem Uranium Market Outlook Report, beläuft sich der Anteil der ungedeckten Nachfrage auf 9,9 Millionen Pfund in 2018, auf 19,2 Millionen Pfund in 2019, auf 36,2 Millionen Pfund in 2020, auf 50,3 Millionen Pfund in 2021 und 65,2 Millionen Pfund in 2022. Dies summiert sich auf rund 181 Millionen Pfund über die nächsten Jahre, und sobald die Preise beginnen zu steigen, gehen wir davon aus, dass viele Versorger zur gleichen Zeit loslegen, was den Preisdruck nach oben verstärkt.

In Prozent ist die ungedeckte Nachfrage in 2018 rund 6%, rund 11% in 2019, 22% in 2020, 29% in 2021 und 36% in 2022. Bitte beachten Sie, dass Versorger typischerweise 2-3 Jahre vor ihren eigentlichen Anforderungen in Verträge eintreten.

  1. Die derzeitigen Levels der Lagerbestände könnten die erwartete Preisbewegung „trüben“, so Chang. „Wir schätzen, dass es 800-1.200 Millionen Pfund in oberirdischen Lagerbeständen gibt, von denen circa 700-800 Millionen Pfund von Versorgern gehalten werden. Dennoch ist nicht alles von diesem Angebot für den Kauf verfügbar, da erhebliche Anteile für strategische Zwecke und nötigen Bedarf der Versorger gehalten werden.

UEC: Die Lagerbestände der Versorger sind etwas höher als normal, doch es nicht übermäßig und von Versorgern gehaltene Lagerbestände kommen üblicherweise nicht in den Markt für den Verkauf zurück. China und Indien bauen ihre Lagerbestände für ihre wachsenden Reaktorprogramme aus (mindestens 250-300 Millionen Pfund). Japan sitzt auf überschüssigen Lagerbeständen von circa 100-120 Millionen Pfund, gibt aber nichts davon in den Markt. Das U.S. Department of Energy verfügt über sehr viel Lagerbestände aus abgereichertem Uran, doch dieses Material kommt nicht vor 2026 in den Markt. Zusammengefasst erkennen wir an, dass die Lagerbestände größer sind, als sie es waren, sehen jedoch nicht, dass die Lagerhaltungs-Position einen außergewöhnlichen Preisdruck entfaltet.

Fazit

Seit der Entscheidung von Cameco, die weltgrößte Uranmine stillzulegen, stieg der Uran-Spotpreis von knapp über 20,00 Dollar/Pfund binnen kurzer Zeit und ohne Unterbrechung auf 26,00 Dollar/Pfund, ehe der Preis zuletzt auf 24,50 Dollar zurücksetzte. Wie der renommierte Uranexperte Scott Melbye in einem Kommentar mitteilte, ist der Angebotsschock durch Cameco als größter positiver Preiskatalysator seit Fukushima einzustufen. Es ist gleichzeitig ein Weckruf an die Versorger, dass das künftige Angebot zu den derzeitigen Uranpreisen keineswegs garantiert sein wird. Die Analysten von BMO erwarten, dass sich andere Produzenten, die bislang in den Spotmarkt hineinverkauften, zurückziehen und jegliche Produzenten, die derzeit langfristige Lieferverträge aushandeln, das Ereignis dazu nutzen, um höhere Preise durchzusetzen. Das Auslaufen der Lieferverträge, die zwischen 2005-2012 unterzeichnet wurden, ist ein entscheidender Faktor, der sämtliche Uranproduzenten mit auslaufenden Verträgen beeinflussen wird. BMO erwartet bereits für 2018 eine globale Unterversorgung von 20,4 Millionen Pfund Uran, die sich bis 2021 auf 26,7 Millionen Pfund erhöht, bis 2023 auf 36,1 Millionen Pfund und bis 2025 auf 46,8 Millionen Pfund.

Mit anderen Worten: Auch wenn die derzeit über dem Normal-Level befindlichen Lagerbestände dafür sorgen könnten, dass sich die Versorger bezüglich der Sicherung ihres Bedarfs kurzfristig noch in Sicherheit wiegen, lässt sich aufgrund der leicht prognostizierbaren Nachfrage mit großer Sicherheit über die kommenden Jahre ein wachsendes Defizit ableiten. Außerdem ist nicht auszuschließen, dass sich dieses Defizit mit einer weiteren Produktionskürzung durch KazAtomProm im Hinblick auf das IPO in Q3/2018 noch verschärfen könnte. Damit steht die Ampel für den Uran-Spotpreis und die Uranaktien klar auf Grün.

Obwohl die im CompanyMaker favorisierten Uranaktien deutlich zulegen konnten, sind diese Anstiege im Vergleich zu den bisherigen Boom-Zyklen im Uran, erst ein Tropfen auf den heißen Stein. Sobald der Uran-Spotpreis das Zwischenhoch bei 27,00 Dollar/Pfund nach oben durchbricht, ist ein weiterer, heftiger Aufwärtsschub in den Uranaktien zu erwarten.

Eines dieser Uran-Unternehmen notiert aktuell im Allzeit-Tief bei 4 Cent und wird über die kommenden Wochen eine deutliche Erweiterung seiner Uran-Ressourcen veröffentlichen. Darüber hinaus besitzt das Unternehmen ein bedeutendes Vanadium-Vorkommen, dessen Potenzial schon bald für eine spektakuläre Neubewertung in der Aktie sorgen könnte. Vanadium wird von den Batterieherstellern zunehmend als Kernmaterial bei der Herstellung von Batterien für kleine und große Anwendungen angenommen. In diesem Jahr ist der Preis für Vanadium geradezu explodiert – von 4,00 US-Dollar auf 22,60 US-Dollar. Nun sieht das Unternehmen die Möglichkeit, einen Vanadium-Kreislauf in seine in Besitz befindliche Uran-Mühle (eine von drei genehmigten Verarbeitungsanlagen in den USA) einzubauen, um Vanadium zu verarbeiten. Um welche Aktie es sich handelt, erfahren Sie in der aktuellen CompanyMaker-Ausgabe.

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Viele Grüße

Ihr Uli Pfauntsch

www.companymaker.de / www.investman.de

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Über den Autor

Chefredakteur CompanyMaker, Spezialgebiet Gold, Silber, Minenwerte, Öl & Gas, Wachstum.

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